2018 Wildblumen-Topfgarten

Wildblumen in Töpfen? Na klar!

Fast jeder hat sie im Garten oder auf dem Balkon – Pflanztöpfe. Sie werden jedes Jahr liebevoll bepflanzt, vorzugsweise mit Exoten wie Geranie oder Chrysantheme. Der Besitzer muss sie regelmäßig gießen und düngen sowie die verwelkten Blüten abzupfen, damit sie ihre volle Pracht entfalten.

In all diesen Dingen war ich noch nie gut drin. Deswegen sahen meine Topfpflanzen oft sehr traurig aus. Den heimischen Insekten war das aber in der Regel egal, denn die können mit den meisten der gezüchteten Balkonpflanzen sowieso nichts anfangen.

Also habe ich mich auf die Suche nach einer für mich und die Natur sinnvollen Alternative gemacht und bin auf dieses Buch von Reinhard Witt gestoßen.

Nach der Lektüre war mir klar: Wildblumen haben einige Vorteile.

  • Wildblumen sind pflegeleicht und müssen nur selten gegossen werden.
  • Wildblumen sind mehrjährig und können ohne Probleme draußen überwintern.
  • Wildblumen nützen den heimischen Insekten, weil diese an sie angepassst sind.

Wildblumen in Töpfen – so geht´s!

Die Töpfen:

Alle Gefäße sind im Prinzip geeignet. Ich achte darauf, dass sie frostfest sind. Die normalen Blumentöpfe sollten ein Loch für den Wasserablauf haben. Grundsätzlich gilt, je größer der Topf, umso weniger muss gegossen werden. Für Sumpf- und Wasserpflanzen eignen sich Bottiche aller Art. Sind diese undicht, kann man sie mit Folie auskleiden und so einen Mini-Teich schaffen.

Das Pflanzsubstrat:

Ich verwende „Dachgartenerde intensiv“ für alle Töpfe und habe damit sehr gute Erfahrung gemacht. Diese speichert gut Wasser, ist aber auch durchlässig, so dass keine Staunässe entsteht. Außerdem hat sie genügend Nährstoffe. Auch nach zwei Jahren muss noch nicht nachgedüngt werden.
Bei den Miniteichen verwende ich Rohsand und Steine als Substrat. Mit Pflanzkörben und Steinen kann man verschiedene Zonen schaffen, denn manche Pflanzen mögen nur nasse Füße, andere stehen lieber komplett im Wasser.

Die Pflanzen:

Ich kaufe meine Pflanzen entweder bei der örtlichen Staudengärtnerei Probst oder bestelle sie bei der Staudengärtnerei Gaissmayer. Die Profisuche hilft mir, heimische Wildstauden zu finden.

Die Pflege:

Die meiste Zeit des Jahres stehen die Töpfe unbeachtet im Garten. Der normale Regen reicht aus. Ab 25 Grad gieße ich ca. 1x pro Woche. Bei großer Hitze alle zwei Tage. Einmal im Jahr schneide ich die Pflanzen zurück. Im Winter lege ich unter die Töpfe etwas unter, damit das Wasser gut abfließen kann.

Wildblumen in Töpfen – so schön!

Die Topfpflanzen sind für mich auch eine wunderbare Möglichkeit, an Ecken im Garten, wo es gerade nicht so bunt ist, Blütenakzente zu setzen. Außerdem verbreiten sich so die Samen die Wildpflanzen auch im restlichen Garten.

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